Warum Eigenständigkeit so wichtig ist
- 28. Aug. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Ich habe immer wieder festgestellt, wie groß und wichtig die Rolle von Freundschaften in meinem Leben ist.
Sie geben mir Halt, Inspiration und eine andere Sicht auf die Dinge. Es ist unglaublich wertvoll, Zeit mit meinen Freundinnen zu verbringen, über Alltägliches zu sprechen oder Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.
Was mir dabei besonders wichtig ist: Zeit mit Freundinnen zu verbringen, außerhalb meiner Beziehung. Denn ich glaube, wir alle kennen die Situation: Eine gute Freundin kommt in eine Beziehung –und plötzlich gibt es sie nur noch im Doppelpack. Auf eine Einladung zum Essen am Samstagabend kommt die Antwort: „Wir haben Zeit und kommen gerne.“
Natürlich liebe ich Pärchenabende und gemeinsame Unternehmungen mit Partnern. Aber manchmal möchte ich meiner Freundin Dinge erzählen, die ich eben nicht im Beisein ihres Partners teilen würde. Und das ist völlig in Ordnung.
Für mich gehört zu einer gesunden Partnerschaft, die eigene Identität nicht zu verlieren. Sich vollständig abhängig zu machen ist gefährlich, besonders, wenn die Beziehung irgendwann endet und man plötzlich wieder alleine dasteht.
Ein schönes Beispiel dafür sind meine Eltern: Sie sind seit 35 Jahren verheiratet und beide eigenständige Persönlichkeiten. Sie haben gemeinsame Hobbys, aber auch eigene Interessen, eigene Freundschaften und unternehmen Dinge alleine.
Mein Vater fährt mit seinen Freunden auf einen Kurztrip, meine Mutter macht mit einer Freundin einen Städtetrip oder ein Wellnesswochenende. Für mich ist das ein herrlich gesundes Modell.
Aber wie sagt man einer Freundin, dass sie ihre Eigenständigkeit verloren hat? Meiner Erfahrung nach: Einmal. Man kann es ansprechen und entweder stößt man auf Verständnis, oder nicht. Alles Weitere führt oft nur zu Diskussionen oder Streit.
Für mich bleibt die Erkenntnis: Freundschaft ist eine eigene Love Language. Sie braucht Raum, Zeit und manchmal auch klare Worte.


Da hast du recht. Gute Freundschaften sind so wichtig und geben uns viel, was Partner*innen uns nicht geben können. Es ist wichtig beides zu schätzen und zu pflegen.