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Mentale Gesundheit, oft unterschätzt

  • 3. Okt. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Wenn wir über Gesundheit sprechen, denken viele zuerst an den Körper. An Ernährung, Sport, Vorsorgeuntersuchungen. Aber was ist mit unserer mentalen Gesundheit? Lange Zeit wurde sie ignoriert oder belächelt, gerade in der Generation der Babyboomer. Wer offen sagte, dass er psychisch belastet ist, wurde schnell als „verrückt“ abgestempelt. Dabei wissen wir heute, Mentale Gesundheit ist genauso wichtig wie körperliche.


Gesprächstherapie, ein Tabu, das keines sein sollte

Ein Hot Take von mir: Gesprächstherapie würde jedem guttun. Denn wer hat nicht Themen, die er mit sich herumträgt? Konflikte, Muster, Erwartungen, das alles beeinflusst unser Denken und Fühlen. Sich Unterstützung zu holen, sollte kein Zeichen von Schwäche sein, sondern von Stärke und Selbstfürsorge.

Und spannend ist, unsere Generation geht oft in Therapie, um das Verhalten von Menschen aufzuarbeiten, die selbst nie über Therapie nachgedacht hätten. Häufig sind es genau die, die am dringendsten Hilfe gebrauchen könnten, die den größten Widerstand dagegen haben. Paradox, oder?


Natürlich heißt mentale Gesundheit nicht, dass wir uns komplett von unseren Verpflichtungen lösen. Jeder von uns hat Tage, an denen er mit dem falschen Fuß aufsteht oder einfach verstimmt ist. Wichtig ist, das zu kommunizieren: „Mir geht es heute nicht so gut.“ Das schafft Verständnis und Respekt im Miteinander.

Und Selbstfürsorge kann viele Formen haben: Sport, ein Hobby, Gespräche mit Freunden, ein Spaziergang, ein Beauty-Tag, Schlafen, Reisen. Hauptsache, es gibt Momente, die den Kopf frei machen.


Aber ich finde, wir dürfen nicht in die Falle tappen, Selbstfürsorge mit Selbstzentriertheit zu verwechseln. Jeden Morgen zwanghaft in sich hineinzuhorchen, um herauszufinden, was heute alles schieflaufen könnte und die eigenen Mitmenschen damit ständig hängen zu lassen, ist keine gesunde Balance. Mentale Gesundheit bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen und zu erkennen, dass wir Teil eines sozialen Gefüges sind.


Vielleicht ist es an der Zeit, mentale Gesundheit genauso selbstverständlich wie körperliche Fitness zu behandeln. Denn genau wie wir zum Arzt gehen, wenn der Rücken schmerzt, sollten wir auch psychologische Unterstützung selbstverständlich annehmen können. Es ist nichts Verrücktes daran. Verrückt ist eher, so zu tun, als bräuchten wir sie nie.

 
 
 

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1 Kommentar


michelle-biocic
10. Nov. 2025

Sich Unterstützung zu suchen ist ein Zeichen von Stärke und nicht von Schwäche 👏 da kann ich nur zustimmen!

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