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Lebensqualität schlägt Arbeitsweg

  • 8. Sept. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Heutzutage ist mit Remote-Arbeit so viel möglich. Klar, präsent im Büro zu sein ist auch bei uns im Unternehmen noch das Wichtigste. Ich scheue mich auch nicht, wöchentlich viele Kilometer zu fahren, das gehört für mich zum Job dazu.

Aber für meine mentale Gesundheit habe ich in den letzten Jahren etwas Wesentliches erkannt: mein Wohnort ist entscheidend. Er gibt mir Energie, Ruhe, Inspiration. Er ist mein Anker.


Während meines Studiums habe ich gemerkt, wie sehr ich das Leben in der Stadt liebe. Die Vielfalt, die Angebote, die kurzen Wege, die Spontaneität, die man dort leben kann. Ich fühle mich im Trubel der Menschen wohl, und diese Lebendigkeit ist für mich ein Stück Lebensqualität.

Natürlich höre ich die Stimmen aus dem ländlichen Umfeld: zu viel Anonymität, zu viel Hektik, zu laut, zu unpersönlich. Für mich stimmt das nicht, ich finde im Stadtleben das, was ich brauche. Und ich habe für mich gelernt: Ich muss mich nicht rechtfertigen, wie und wo ich meine jungen Jahre verbringen möchte.


Für meinen Berufseinstieg bin ich damals aus der Stadt weggezogen. Ich dachte, das sei der richtige Schritt, näher am Arbeitsplatz, praktischer, unkomplizierter. Also habe ich mein gewohntes Umfeld verlassen und ländlicher gewohnt.

Nach 1,5 Jahren habe ich allerdings gemerkt: So stelle ich mir mein Leben nicht vor. Mir fehlt die Lebendigkeit, die Vielfalt, die Spontaneität, die mich in der Stadt so erfüllt. Ich habe ausprobiert, wie es ist, den Lebensmittelpunkt näher an den Job zu rücken und festgestellt, dass es für mich nicht funktioniert.

Ich werde nicht die einzige Pendlerin auf den deutschen Autobahnen sein. Viele Menschen leben längst so, weil sie erkannt haben, dass es eben nicht nur um Nähe zum Job geht, sondern um Lebensqualität. Für mich ist die Fahrt zum Büro kein verlorener Weg, sondern ein bewusst gewählter Tausch: ein paar Stunden im Auto für das Gefühl, wirklich zuhause zu sein.


Und hier schließt sich für mich der Kreis. Am Wochenende entscheidet sich, ob ich wirklich angekommen bin. Denn dann tanke ich auf, mit meinem Partner, meinen Freunden und an dem Ort, der mir entspricht. Das Wochenende ist mein Gradmesser für ein Zuhause. Wenn ich dann das Gefühl habe, am richtigen Platz zu sein, weiß ich: Meine Entscheidung für meinen Wohnort ist die richtige, unabhängig davon, wo mein Arbeitsplatz ist.

 
 
 

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1 Kommentar


michelle-biocic
13. Nov. 2025

Leben in der Stadt >>>>>

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